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	<description>An einem gewöhnlichen Tag können ungewöhnliche Dinge geschehen ... erzählt es hier!</description>
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		<title>Musikschule Kampsheide – Eine Musikschule der “anderen Art”</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 15:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus  Nienburg  stammend  zog  Jörg Hensch  vor  über  20  Jahren  auf  den ehemaligen &#8220;Siemershof&#8221; in Kampsheide.
hier erscheint ab 21.5. 2012 der ungekürzte Bericht
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus  Nienburg  stammend  zog  Jörg Hensch  vor  über  20  Jahren  auf  den ehemaligen &#8220;Siemershof&#8221; in Kampsheide.</p>
<p>hier erscheint ab 21.5. 2012 der ungekürzte Bericht</p>
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		<title>&#8220;Hausschlachtungen&#8221; &#8211; Der ungekürzte Bericht von Fredi Rajes im Heft 27 -www.asendorf.info-</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 10:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder im Winter&#8230;&#8230;.
Hausschlachtungen auf dem Hof
Es gab eine Zeit, ohne Discounter jedem Ort &#8211; der eigene Garten trug noch wesentlich zur Versorgung und gesunden Ernährung der Familie bei – und die Massentierhaltung war noch kein Thema. In dieser Zeit gab es einen Berufszweig, der hauptsächlich im Winter äußerst gefragt war: Der Hausschlachter!
Exkurs: Man schlachtete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder im Winter&#8230;&#8230;.</p>
<p>Hausschlachtungen auf dem Hof</p>
<p>Es gab eine Zeit, ohne Discounter jedem Ort &#8211; der eigene Garten trug noch wesentlich zur Versorgung und gesunden Ernährung der Familie bei – und die Massentierhaltung war noch kein Thema. In dieser Zeit gab es einen Berufszweig, der hauptsächlich im Winter äußerst gefragt war: Der Hausschlachter!<br />
<em>Exkurs: Man schlachtete im Herbst und Winter &#8211; ganz klar, denn Kühlschränke gab es noch nicht und Tiefkühlfächer waren selten..   In der Winterzeit war somit eine Fleischverarbeitung aus hygienischer Sicht am vorteilhaftesten.  Das eingesalzene, geräucherte Fleisch, insbesondere Schinken und Speck, aber auch geräucherte Leber- und Blutwurst etwa, mussten bis zur nächsten Schlachtung ausreichen. Die Fleischrationen mussten von der Hausfrau  gut  eingeteilt  werden.<br />
</em><br />
Wenn in diesem Bericht hauptsächlich von „Delekaten Dirk“ die Rede ist, steht der Name auch für die vielen weiteren Hausschlachter in Asendorf. Ohne dass die Aufzählung den Anspruch erhebt komplett zu sein nenne ich hier ein paar Namen: Eggers, Hittmeyer, Schumacher, Rosenhagen. Zum Dirk Delekat gehörte auch noch sein Sohn Reinhard, mit dem er später gemeinsam die Aufträge abarbeitete.</p>
<p>Schlachten war eine nicht alltägliche Begebenheit, die auch bei uns Kindern einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.<br />
Bereits früh im Jahr musste der Termin beim Hausschlachter angemeldet werden – denn die guten waren sehr gefragt. Zu den guten möchte ich auch Delekaten Dirk und seinen Sohn Reinhard zählen, weil die Erwachsenen immer wieder über deren vorzügliche Mettwurst redeten, die in keinem Jahr hohl geworden war. </p>
<p><em>Exkurs: Ab November wurde i.d.R. geschlachtet. Dann war es nicht mehr so heiß und es gab weniger Fliegen. Die Schlachter waren im Sommer meistens als Mauer tätig.  –„Mürker un Husslachter“ war ein gängiger und ertragreicher  Beruf. Er erforderte trinkfeste Kerle.   Tage vorher wurden der Schlachtetrog und Schlachtetisch sowie das Hackbrett und die Mollen  geschrubbt.<br />
Die Schabeglocken, die Messer und das Bolzenschussgerät mit der Munition sowie die Wurstmaschine, den Fleischwolf und die Schöpfkelle brachte der Schlachter mit.<br />
Auf den Geschmack des Schlachters und seine eingesetzten Gewürze kommt es besonders an, damit die Wurst auch hinterher gut schmeckt. Geschmäcker sind nun mal verschieden, deshalb bevorzugen eben bestimmte Leute auch bestimmte Schlachter und ihre Ware. So kam es, dass bei uns nur die Delekats schlachteten. </em></p>
<p>Am „Schlachttag“, sehnten wir Kinder den Schulschluss herbei. Trafen doch irgendwann am Nachmittag die Hausschlachter auf ihrem Motorrad ein um mit dem Schlachten zu beginnen. Mit gemischten Gefühlen wurde das ausgewählte Schwein – es konnte ein 3 bis 4 Zentner schweres Exemplar sein &#8211;  unter lautem Quieken aus dem Stall geholt und zum Schlachtplatz geführt. Ohne langes Zögern setzte Dirk dem Schwein das Bolzenschussgerät auf die Stirn. Nach einem dumpfen Knall fiel das Schwein um. Jetzt hieß es schnell zu handeln. Ein gezielter Stich und kurzer Schnitt durch die Halsschlagader des Schweines ließ das Blut in die bereit gehaltene Schüssel laufen. Jetzt war oft unser erster Einsatz: Das Blut musste gerührt werden – rühren, und nochmals rühren solange das Blut noch warm war – nur so konnte das Blut für die weitere Verarbeitung genutzt werden. Oft mussten wir aber auch den Schwanz halten, weil die Ausdauer beim Rühren noch so ganz nicht reichte. Mit den letzten Zuckungen hatte das Schwein sein Leben „ausgehaucht“.<br />
Unmengen von heißem Wasser, welches nicht einfach dem Wasserhahn entnommen werden konnte, sondern auf dem Herd zu Kochen gebracht worden war, benötigte Dirk jetzt zum Abschaben der Schweineborsten. Bei all diesen Handlungen hatte er immer einen Witz auf den Lippen oder eine Redensart, die uns schmunzeln ließ.<br />
Das gesäuberte Schwein hievten starke Männer auf die bereit gelegte Leiter. Die Hinterläufe des Tieres wurden mit einem Strick an der obersten Sprosse befestigt, damit das Schwein beim Aufstellen der Leiter daran hängen konnte. So war die weitere Verarbeitung ohne ständiges bücken möglich. </p>
<p><em>Exkurs: „Wenn das Schwein am Haken hängt wird erst mal einer eingeschenkt“, so heißt ein Schlachtespruch. Der erste Korn war immer für Dirk.</em></p>
<p>Ein gekonnter Schnitt von oben nach unten mit dem Schlachtmesser, ein paar Hiebe mit der Schlachtaxt – schon fielen Dirk die Innereien entgegen und das hängende Tier war in zwei Hälften zerteilt. Für diesen Tag war damit alles geschafft. </p>
<p><em>Exkurs: Wenn der Schlachter das Schwein öffnete und in zwei Teile hackte, mussten auch zwei Helfer die Molle halten. Die Helfer putzten die Vorderpfötchen, Ohren und den Rüssel. Dirk reinigte Magen und Därme und machte manchen Spaß dabei, wenn er es durch die Salz- und Essiglauge spülte. Die Schweineblase wurde von ihm aufgeblasen und an das Fenster gehängt, die Innereien zum Kochen in den Kessel gebracht. Die Augen kamen auf den Mist oder unser Fiffi  holte sich gleich seinen Teil  ab und wir durften den „Pesel“ mit viel Schwung in unseren  Apfelbaum für die Vögel aufhängen.</em></p>
<p>Die Leiter mit dem daran hängenden, geschlachteten Tier blieb bis zum nächsten Morgen an einem kühlen Platz stehen denn erst nach dem Auskühlen konnte die Weiterverarbeitung erfolgen. Für heute rückten die Hausschlachter mit Ihrer – ich meine es war eine BMW – ab.<br />
Am Abend wurde es noch einmal spannend: Der „Trichinenkieker“ kam. Die Trichinenschau, eine heute immer noch vorgeschriebene Überprüfung eines jeden geschlachteten Tieres, war Voraussetzung für das Wurstmachen am nächsten Morgen. Sie mögen fragen: warum soll das spannend sein? – Auf den ersten Blick sicherlich nicht – aber unser „Trichinenkieker“ hatte sein Mikroskop dabei und ließ uns Kinder auch dort reinschauen. Mit seinen Erklärungen wurden aus den Linien und Formen, die wir jetzt sahen, Gewebezellen, die als viele kleine Einheiten auch unseren Körper ausmachen. Leider – oder doch lieber Gott sei Dank haben wir nie die gesuchten Trichinen gefunden und gesehen. </p>
<p><em>Exkurs:  Der Trichinenkieker oder auch Fleischbeschauer nahm verschiedene Fleischproben, und damit er klar durch die Linsen seines Mikroskops blicken konnte, brauchte er erst mal einen Korn. Da er mehrere Stücke überprüfen musste brauchte er auch dementsprechend mehrere „Klare“. Da keiner auf einem Bein stehen kann und keiner gern allein trinkt,  leerte sich die Flasche zusehends. Er überprüfte, ob das Tier frei von Krankheiten und Seuchen war, das Fleisch wurde dann mit runden Stempeln als  „gesund“  gestempelt und durfte erst dann verarbeitet werden. Das preussische Fleischhygienerecht war übrigens peinlich genau und sehr streng,  ging es doch auch um die Volksgesundheit. Viele der Vorschriften haben heute noch volle Gültigkeit.</em></p>
<p>Jetzt hieß es aber schnell ins Bett und geschlafen – am nächsten Tag kommt der Schlachter sehr früh! Während die Eltern vor dem Eintreffen des Schlachters das Vieh versorgten, war für uns Kinder spätestens dann die Nacht vorbei, wenn der Schlachter eintraf. Ich konnte in der Regel vor Aufregung schon nicht mehr schlafen um nichts zu versäumen.<br />
Der „Wurstmachetag“ – ein „schruten“  für die Hausfrau! – An dem Tag hatte ein Anderer in der Küche das Sagen – der Schlachter. Er gab den Ton an – er erwartete die Handreichungen &#8211;  überall Fett – ewiges Zwiebel schneiden  &#8211; alles ist im Gebrauch – jeder Topf – der Kessel – und am Ende musste die Hausfrau alles wieder säubern!<br />
Wir Kinder sahen den Tag etwas anders: es machte mir Spaß nach Dirks Anweisungen die Fleischstücke in den elektrischen Fleischwolf zu schieben und zu sehen, wie das zerhackte Fleisch als „Fleisch-Würmer“ wieder herauskam – oder die Kurbel der Wurstmaschine mit genauer Drehzahl zu drehen und zu erleben wie die Rohmasse der Wurst in Därme gepresst wurde. Ich fühlte mich unentbehrlich. Gegen Mittag kam das große Finale in Form eines Abschlussessens. Während das Knipp noch im Kessel köchelte, Stand Mett, Bauchspeck und auch eine letzte Mettwurst vom vorherigen Schlachten auf dem Tisch. Kaffee und  Korn als Getränke rundeten die Tafel ab. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, dass unser Schlachter auch im nächsten Jahr wieder für uns schlachten möge. </p>
<p><em>Exkurs: Das Schwein wurde in der Weise zerlegt, dass alles was für ein Mittagessen bestimmt war in den Kessel zum Kochen gegeben wurde. Ebenso die Teile, die für die Leber – und Blutwurst gebraucht wurden  Nun schnitt er die Fleischportionen nach dem Wunsch der Hausfrau zurecht, wie für Braten, Schinken und die Koteletts.  Der Rest kam ins Knipp. </em></p>
<p>Am Tage nach der Schlachtung wurden dann die  Schinken und die Speckstücke in einem Trog eingesalzen und nach einigen Wochen Reifezeit geräuchert. Diese Schinken sowie die Mettwurst wurden dann an einem sicheren Ort aufgehängt. Bei uns hingen sie unter der Decke auf der luftigen Diele  – allerdings ohne Zugluft.  Im Frühjahr, wenn der Kuckuck ruft, dann konnte der Schinken angeschnitten werden. So lange musste der alte Schinken am Knochen halten.</p>
<p>Ein Bericht von Fredi Rajes</p>
<p>Nachtrag zum Bericht:<br />
Die vielen Reaktionen auf diesen Bericht zeigen mir, dass die historischen Berichte gerne gelesen werden. Gleichzeitig habe ich aus den Rückmeldungen unserer Leser sowie aus den Unterlagen der &#8220;Spurensuche&#8221; von Hans Schröder noch Namen mitgeteilt bekommen, um die Liste der Hausschlachter vervollständigen zu können:<br />
aus Kampsheide: Beneke, Windels,<br />
aus  Asendorf: Schmidt,<br />
aus Barbrake: Meyer,<br />
aus Graue: Kuhlenkamp,<br />
aus Hohenmoor: Meyer,<br />
aus Brebber: Detering, Plötz,<br />
aus Uepsen:  Niebuhr</p>
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		<title>Den Schwimmverein Moorhexen gibt es schon seit 1947</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 06:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Schwimmverein Moorhexen gibt es schon seit 1947 / Die
junge Generation möchte die Badeanstalt aufpeppen
- 14.07.2011
Bis zum Siedepunkt
Von Jörn Dirk Zweibrock
Asendorf-Hohenmoor. Pack&#8217; die Badehose ein, nimm&#8217; Dein kleines Töchterlein und dann nischt wie
raus zu den Moorhexen. Das denken sich Sonja Troue-West und Anke Bolte aus Mallinghausen
Abend für Abend. 1948 wurde die Hohenmoorer Badeanstalt vom Schwimmverein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Den Schwimmverein Moorhexen gibt es schon seit 1947 / Die<br />
junge Generation möchte die Badeanstalt aufpeppen</strong><br />
<em>- 14.07.2011</em><br />
Bis zum Siedepunkt<br />
<em>Von Jörn Dirk Zweibrock</em><br />
Asendorf-Hohenmoor. Pack&#8217; die Badehose ein, nimm&#8217; Dein kleines Töchterlein und dann nischt wie<br />
raus zu den Moorhexen. Das denken sich Sonja Troue-West und Anke Bolte aus Mallinghausen<br />
Abend für Abend. 1948 wurde die Hohenmoorer Badeanstalt vom Schwimmverein Moorhexen in<br />
Betrieb genommen. Direkt an der Kreisstraße Asendorf-Sulingen gelegen, erfreut sich das 24 mal<br />
14 Meter große Becken 63 Jahre später noch mittelgroßer Beliebtheit. &#8220;Kostengünstig und<br />
familienfreundlich&#8221;, fasst Sonja Troue-West die Vorteile der wohl kultigsten Badeanstalt im<br />
Diepholzer Nordkreis zusammen. Die wird mit dem Moorwasser des benachbarten Flüsschens<br />
Siede gespeist.<br />
In den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als es noch keine Freibäder in Vilsen<br />
und Siedenburg gab, erlebte die Hohenmoorer Badeanstalt ihre Blütezeit. Bilder von rauschenden<br />
Schwimmfesten, bei denen abends in den Zelten getanzt wurde, erinnern noch heute an die gute alte<br />
Zeit. Schnell heizte sich damals die Stimmung bis zum Siedepunkt auf. Stichwort Blütezeit: Auch in<br />
diesen Tagen blüht es, es sind die Linden, die sich in unmittelbarer Nähe des Beckens ausbreiten.<br />
Weil die Siede derzeit so wenig Wasser führt, kann das Schwimmbecken nicht geflutet, geschweige<br />
denn können die Lindenblüten beseitigt werden. Die Wassernixen aus Mallinghausen stört dies<br />
hingegen weniger. &#8220;In der Badeanstalt gibt es keinen Stress mit Pommes und Eis&#8221;, freut sich Sonja<br />
Troue-West, dass die Lütten beim Baden nicht von Naschereien abgelenkt werden. Eintritt?<br />
Fehlanzeige! In Hohenmoor darf gratis geplanscht werden.<br />
Die Geschichte der Badeanstalt spiegelt auch die des Ortes Hohenmoor wieder. So hat<br />
beispielsweise Herfried Grafe dort noch schwimmen gelernt. Unzählige Sommertage habe er im<br />
Siedewasser verbracht. &#8220;Ich war damals unheimlich braungebrannt, hatte eine richtige Lederhaut&#8221;,<br />
erinnert sich der Hohenmoorer an unbeschwerte Kinder- und Jugendtage. Moorwasser würde eben<br />
stärker bräunen als herkömmliches, sei darüber hinaus im Schnitt drei Grad wärmer, aufgrund des<br />
geringen Härtegrads wesentlich weicher und eben gut für die Gesundheit, pflichtet ihm Heinrich<br />
Ahrens bei. Der ist schon seit 20 Jahren Vorsitzender des Schwimmvereins Moorhexen und<br />
zugleich ein Hohenmoorer Original. An Nacktbadende und randalierende Berliner Ferienkinder<br />
kann er sich nur noch allzu gut erinnern.<br />
86 Mitglieder zählt der Schwimmverein momentan. Vor zwei Jahren gelang dem gewieften<br />
Landwirt aus der Gemeinde Asendorf ein kleiner Coup: Er verpflichtete die Nachbarsjungen, gab<br />
ihnen ein Amt &#8211; schon war der Generationenwechsel im Verein eingeleitet und damit auch dessen<br />
Fortbestand gesichert. So ist Herfried Grafes 18-jähriger Sohn Alexander inzwischen Schriftführer<br />
bei den Moorhexen, Claas Menke (20) gar zweiter Vorsitzender. Neben dem Hohenmoorer<br />
Schützenverein sind die Moorhexen schließlich der größte Verein im Dorf.<br />
Selbiger wurde 1947 von insgesamt 13 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben. Mit Schaufel,<br />
Spaten und Schubkarre ausgerüstet, schritten die Hohenmoorer ein Jahr später zur Tat, um das<br />
Becken auszuheben. Den Grund und Boden dafür pachteten sie von den Familien Husmann,<br />
Ohlhoff und Menke. &#8220;Gezahlt wurde mit Briketts&#8221;, weiß Heinrich Menke aus Erzählungen. Ein<br />
zunächst als Umkleidekabine genutzter Bauwagen wurde später durch einen Holzbau ersetzt.<br />
&#8220;Den haben wir pünktlich zum Saisonstart angestrichen&#8221;, berichtet Alexander Grafe vom<br />
alljährlichen Frühjahrsputz im Bad. Das traditionelle Matjesessen zum Ausklang der Badesaison im<br />
September hat sich der Schriftführer schon dick im Terminkalender vorgemerkt. Ein absolutes Muss<br />
für eine richtige Moorhexe, die übrigens &#8211; wie sollte es auch anders sein &#8211; hochprozentiges Sulinger<br />
Moorwasser als Vereinsgetränk bevorzugt. In diesen Jahr sollten noch die Büsche beschnitten<br />
werden, damit der mittlerweile komplett überwucherte Schriftzug SV Moorhexen wieder für<br />
jedermann gut sichtbar werde. Grafe und seine Kumpels möchten das etwas in die Jahre<br />
gekommene Bad wieder aufpeppen. Die zweite Umkleide solle abgerissen und auf der frei<br />
werdenden Fläche dann eine Grillhütte errichtet werden. Zudem seien kleinere<br />
Verschönerungsarbeiten wie das Streichen der Handläufe und der eisernen Trennstange im Becken<br />
geplant.<br />
Wenn Friedrich Heider, Moorhexe seit mehr als 50 Jahren, diesen Sommer jeden Abend seine<br />
Bahnen in der Badeanstalt zieht, freut er sich immer, dort auswärtige Schwimmer begrüßen zu<br />
dürfen. Wie Sonja Troue-West und Tochter Ramona. &#8220;Ich habe in Hohenmoor schwimmen gelernt&#8221;,<br />
erzählt die Zehnjährige stolz. &#8220;Mit dem Bauchgurt&#8221;, ergänzt ihre Mutter.<br />
Doch was ist schon Rücken oder Kraul gegen Löffelschwimmen? Gern erinnert sich Friedrich<br />
Heider an früher, an Spiele ohne Grenzen. &#8220;Da mussten wir mit einem Esslöffel im Mund<br />
schwimmen. Darauf lag ein Ei&#8221;, klärt er auf, was es damit auf sich hatte.</p>
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		<title>Unwetter im Jahre 1885 &#8211; ein Bericht von Fredi Rajes in www.Asendorf.info Ausgabe 21</title>
		<link>http://www.asendorf.info/press/?p=99</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 09:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Berechnungen der Wissenschaftler am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) wird sich das Klima in den kommenden hundert Jahren so schnell ändern wie noch nie. Für Europa wird eine Zunahme von trockeneren und wärmeren Sommern erwartet, aber auch mehr extreme Hochwasserereignisse durch Starkniederschläge.
Bei diesen Zeilen, die vor einigen Tagen veröffentlicht wurden, kam mir wieder ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Berechnungen der Wissenschaftler am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) wird sich das Klima in den kommenden hundert Jahren so schnell ändern wie noch nie. Für Europa wird eine Zunahme von trockeneren und wärmeren Sommern erwartet, aber auch mehr extreme Hochwasserereignisse durch Starkniederschläge.<br />
Bei diesen Zeilen, die vor einigen Tagen veröffentlicht wurden, kam mir wieder ein Bericht des Lehrers Burhop in den Sinn, den dieser in der Asendorfer Schulchronik im Jahre 1885 aufgeschrieben hat. Die Übersetzung wurde vom Ehepaar Karin und Artur Kracke aus Asendorf und Herrn Dohemann aus Brüne original getreu vorgenommen. Es wurde die Ausdrucksweise der damaligen Zeit übernommen:<br />
Wolkenbruch am 29. Juni 1885<br />
Am Montag den 29. Juni ist der ganze westliche Teil unseres Kreises Hoya von einem heftigen und lang andauernden Regengusse betroffen worden, welcher stellenweise den Charakter eines Wolkenbruches annahm. Hier regnete es unaufhörlich in Strömen von 6 Uhr nachmittags bis abends 11 Uhr. Dabei blitzte es fortwährend, und während der ganzen Zeit herrschte Windstille. Gegen 7 Uhr wurde es so dunkel im Zimmer, dass weder zu lesen noch zu schreiben war. Die Gräben der Straßen und die kleinen Wasserzüge vermochten das andrängende Regenwasser nicht aufzunehmen und eine Überflutung der Wiesen, Felder und Gärten war unausbleiblich. Von Kampsheide kam so viel Wasser, dass die Chaussee bei Lüllmann’s  Hause (hinter dem Küstergarten) überflutet und das Steinpflaster dadurch so erweicht worden war, dass der Wasserstrom ein großes Loch hinein gerissen hatte. Uhlhorn’s Haus an  der Niederung hinter Gaumann’s Hause ( Mietswohnung des Häuslings Dietrich Stöver) war fast bis an die Fenster von Wasser durchdrungen. Mehrere Nachbarn hatten Wasser in den Viehställen; auch in unserm Hause war das Fundament am Kuhstalle so durch das niederströmende Wasser erweicht worden, dass dasselbe hindurch gedrungen und der Kuhstall halb voll Wasser war. Mehlhop’s Wiese hinter unserm Garten glich einem Flusse, und mehrere Tage später stand noch Wasser dort. Der Teich lief über und das Wasser hatte fast auch unsere Wiese bedeckt. Das Korn hatte sich durch den heftigen und andauernden Regen fast völlig gelagert, so dass es stellenweise einen traurigen Anblick darbot. Doch hat es sich an den meisten Stellen wieder erhoben, so dass ein nachteiliger Einfluss auf die Ernte nicht zu erwarten ist, weil die Körner schon ihre Dicke erreicht haben. Schlimmer als hier in Asendorf hat das Wasser Schaden in den Wiesen z.. B. Hohenmoor und Hardenborstel angerichtet. Das zum Teil schon gemähte Gras ist von dort in großen Massen nach Siedenburg getrieben. Auf der im Bau begriffenen Chaussee von Asendorf nach Hohenmoor, wo die Straße 2 Meter hoch aufgebracht ist, ist der Unterbau in einer Länge von ca. 100 Metern aufgerissen und Steine und Sand in die daran liegenden Wiesen geschwemmt. Bei Vilsen, Bruchhausen, Heiligenberg, Homfeld u.s.w. haben die Wassermassen noch ärgere Verwüstungen angerichtet. In Dille ist das Wasser durch Bomhoff’s Garten und Haus gedrungen, wobei Schweine und Hühner umgekommen sind. Bei der Überflutung der Chaussee daselbst hat das Wasser ein fast stubentiefes Loch durch das Steinpflaster gerissen. Die gewaltigen Wassermassen haben sich von der Homfelder Heide nach dem Heiligenberger Grund gewälzt und dort ungeahnte Verwüstungen  angerichtet. Im Heiligenberger Grunde liegen 2 Mühlen, die Laue’sche Mühle und etwa 10 Minuten davon die Bruchmühle. Vor der Laue’ schen Mühle liegt ein Teich, welcher von 2 kleinen Wasserläufen, die auf den Höfen des Heiligenbergs entspringen, gespeist wird. Dieses Teichwasser gelangt durch eine Schleuse, neben welcher ein Steg über den Mühlenbach  führt, auf das Rad und fließt in den Mühlenbach ab. Bei den starken Regenzuflüssen hatte sich abends so viel treibendes Heu vor der Schleuse und vor dem Steg gehäuft und festgesetzt, dass das Wasser sich einen anderen Weg suchen musste. Der Damm, welcher den Teich eindeicht, brach um 12 ½ Uhr nachts, der Mühlenbach verließ das alte Bett und strömte am Wohnhause, es unterspülend, vorbei der Niederung zu, um 4 Uhr morgens stürzte das Wohnhaus ein. Die Mühle  selbst blieb stehen. Nur mit knapper Not vermochten der Müller und seine Familie das Leben zu retten.  Treulich hatte ihnen der Förster Meyer aus Heiligenberg in der Not beigestanden, bis an die Brust im Wasser half er ihnen das Notwendigste in Sicherheit schaffen und ließ ihre  Habe nach seinem Hause bringen. Der Anblick, den das eingestürzte Wohnhaus und seine Umgebung bot, war überaus traurig. Der Teich war abgelaufen, der alte Bach total versandet, Balken, Spinnräder, Haspeln, Stühle, allerlei Hausrat, viel entwurzelte Obstbäume, halb  im Sand vergraben, lagen umher – es ist eine gräuliche Verwüstung. Die ganze Physiognomie der Umgebung hat sich gegen früher verändert. –    An der Bruchmühle, dem Müller Hüneke gehörig, sah es nicht minder traurig aus, auch dort war der Damm gebrochen, das Wasser hatte eine Scheune unterspült und dieselbe hing an einer Seite lose in der Luft. Die Mühle  selbst war total verschlammt und beschädigt und die Wiederherstellung wird sehr erhebliche Kosten fordern. Eine Dreschmaschine lag im Wasser, der Grund der Wohnhäuser war ebenfalls teilweise unterspült, das Vieh im Stalle war von  den Nachbarn gerettet worden. Der Besitzer der  Mühle, welcher Mehl weggefahren, war durch das Unwetter aufgehalten worden, so dass er erst gegen 12 Uhr nachts hat zu Hause kommen können. Man denke sich die Gefühle des Mannes, als er sein ganzes Besitztum von tosenden  Wasserfluten umgeben sieht, seine Frau, sein Kind, seinen alten Vater mit zwei jungen Burschen noch im umflutenden Hause wissend! Durch ein höher gelegenes Fenster gelangte er endlich ins Haus und fand seine Familie in den oberen Räumen des Hauses in Angst und Schrecken vor. Glücklicher Weise hat das Haus den Wassermassen widerstanden. Eine schreckliche angstvolle Nacht haben  auch die Bewohner der hochgelegenen sogenannten Quickhöfe am Heiligenberge durchlebt. Dort haben in unmittelbarer Nähe dreier Häuser gewaltige Erdstürze stattgefunden, große Bäume, an einer Stelle sogar einen ganzen Brunnen, mit in die Tiefe gerissen und das Backhaus des einen Hauses am Fundament bloß gelegt, so dass dasselbe über dem Abgrund hin. Die Wiesen im Grunde sind total versandet. Die Häuser waren in großer Gefahr, denn ein starker Regen kann neue Erdstürze verursachen und die  Häuser niederreißen. Wenngleich Nachbarn und Freunde den Betroffenen bereitwillig mit zur Hand gehen und ihnen gewiss bei den Aufräumungsarbeiten und Wiederherstellung der Dämme auch noch weiter  helfen werden, so bleibt den Bedauernswerten doch noch immer Schaden genug, welchen wieder gut zu machen Jahre lange fleißige Arbeit und Sparsamkeit erforderlich sein werden. Auch an anderen Orten hat, wie glaubwürdige Augenzeugen versichern, das Unwetter großen Schaden angerichtet.<br />
In der Feldmark Engeln soll der Roggen bis an den Halm im Wasser gestanden haben. Eine große Strecke der Bremer Chaussee bei Ochtmannien ist vom Wasser zerrissen.    Auch in der Wöbser Feldmark hat sich der Schaden sehr bemerkbar bemacht. Zu beiden Seiten der Chaussee kurz hinter Gehlenbergen soll das Heu auf den Wiesen umher geschwommen haben. Die Brücke auf dem Steinweg zwischen Gehlenbergen und Bruchhausen ist eingestürzt gewesen. Links am Wege bei der Brücke liegt das Müller’sche Wohnwesen, noch zu Wöbse gehörig, dicht daneben, aber schon Gemeinde Bruchhausen, das Eblling’sche Haus. Diese Leute erzählten, dass sie trotz des andauernden Regengusses an keine Gefahr gedacht hatten, plötzlich 1 Uhr nachts hörte die Frau des letztgenannten Besitzers ein eigentümliches Rauschen, als sie das Bett verließ, trat sie ins Wasser, welches etwa 20 Zentimeter hoch die Stube füllte. Auf der Diele stand es viel höher, Hausrat aller Art schwamm umher, die Leute  brachten einen Teil ihres Viehes nach dem Kahle’schen Hause in Bruchhausen und sicherten anderes durch Umstallen. Der Garten ist den Leuten versandet, eine Menge Mehl, Gerste und Roggen verdorben. Von der Brücke ab nach Bruchhausen glichen die Wiesen zur linken Seite der Straße einem See, aus welchem gleich kleinen Inselchen die Heuhaufen hervorragen, auch das alte Amtsgebäude lag rings vom Wasser umschlossen.    Am Anfang des Fleckens Moor hat das Wasser den Steinweg teilweise aufgerissen. und überflutet. Zwischen dem Kreinhop’schen und Schleef’schen Hause hat man dem Wasser durch einen Durchstich des Steinweges Abfluss zu verschaffen gesucht. Da wälzt sich tief und reißend ein 2 ½ Meter breiter Strom quer über die Straße. Zwei Planken ver- mittelten den Übergang. In vielen Häusern von Moor und Bruchhausen hat das Wasser 2 Fuß und noch höher gestanden. Die Leute sind die ganze Nacht auf den Beinen gewesen, um ihren Hausrat zu sichern und ihr Vieh hoch zu stellen. Die Lehmdielen der Häuser sind aufgeweicht, der Fuß trat in einen zähen Brei, die Gärten waren zum Teil versandet. In der Nacht ist das Wasser auf den Straßen so hoch gewesen, dass man an einzelnen Stellen bis zum Lusthause hinter Vilsen bequem hätte per Boot fahren können. –    Schlimmer noch als in Bruchhausen und Moor hat es in dem niedrig gelegenen Teil von Vilsen ausgesehen. Mehrere Gärten sind völlig von Sand bedeckt worden. Von den sog. Bollengärten vor Vilsen sind 3 – 4 Fuß guter Boden weggeschwemmt und die Fläche mit Sand bedeckt. Von einem Zimmerplatze sind Balken von 40 Fuß Länge fortgetrieben und in einigen Häusern soll das Wasser 2 ½ bis 3 Fuß hoch gestanden haben. Kleiderschränke, Tubben, Stühle, Spinnräder – all das ist in den Wohnräumen umhergetrieben. In einer abschüssigen Straße hat der Druck des Wassers eine Gartenmauer des Rentmeisters Sievers in Wanken gebracht und einen Teil derselben gestürzt. Seit undenklichen Zeiten ist ein solcher Regen in hiesiger Gegend nicht vorgekommen.</p>
<p>Aus der Schulchronik Asendorf<br />
Überarbeitet vom Ehepaar Karin und Artur Kracke aus Asendorf und Herrn Dohemann aus Brüne.</p>
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		<title>Gasthaus Wachendorf, Hohenmoor &#8211; ein Artikel im Heft 19 Asendorf.info von Fredi Rajes, Asendorf</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 18:16:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gasthaus Wachendorf in Hohenmoor
Hohenmoor, bis 1973 noch autarker Ort in der Samtgemeinde Asendorf mit eigener Grundschule, einem Kaufmannsladen und einer Gastwirtschaft. Danach Teil der Landgemeinde Asendorf und zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur ohne eigene Schule und eigenen Kaufmannsladen – sondern bereits seit 1992 auch ohne Gastwirtschaft im Ort. Es ist hier die Rede vom Gasthaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gasthaus Wachendorf in Hohenmoor<br />
Hohenmoor, bis 1973 noch autarker Ort in der Samtgemeinde Asendorf mit eigener Grundschule, einem Kaufmannsladen und einer Gastwirtschaft. Danach Teil der Landgemeinde Asendorf und zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur ohne eigene Schule und eigenen Kaufmannsladen – sondern bereits seit 1992 auch ohne Gastwirtschaft im Ort. Es ist hier die Rede vom Gasthaus Wachendorf in Hohenmoor, welches  sich seit 1926 im Besitz der Eheleute Karl und Dora Wachendorf befand und von diesen auch geführt wurde.  Im Jahre 1963 übergaben  die Senioren das Zepter an Karl Wachendorf jun. und seine Ehefrau Gerda.  Die beiden neuen Inhaber brachten &#8211; auch bedingt durch die Kellnerlehre in Bremen die Karl Wachendorf  absolvierte &#8211; beste Voraussetzungen für die Führung des Gasthauses mit. </p>
<p>Im Rahmen einer ständigen Erweiterung des Betriebes wurde im Jahre 1956 der Saal gebaut. Als Besonderheit war am Ende des Saales eine Bühne und darunter eine Bar eingefügt. 1958 heirateten die Eheleute Gerda und Karl Wachendorf. Dadurch konnten ab 1959 Familienfeste bei Wachendorfs gefeiert werden. Als erste Feier stand die grüne Hochzeit vom Schmied Heinrich Henke auf dem Terminplan bei Wachendorfs.  Bis zu 130 Personen konnten auf dem Saal incl. Bühne Platz finden. Dann war allerdings auch die Unterstützung von weiteren Personen aus dem Ort erforderlich um den Service für diese große Anzahl Gäste leisten zu können. Durch die freundliche Art der Wirtsleute war die Personalfrage bei großen Veranstaltungen nie ein Problem.  Aber nicht nur die Familienfeiern waren fester Bestandteil der Aktivitäten. Der Dorfschullehrer Krüger und später auch der Lehrer Wedderkopp waren tägliche Essensgäste im Wirtshaus. Gerda Wachendorf war für ihre guten und schmackhaften Gerichte  bekannt, zu denen auch stets ein Nachtisch gehörte.<br />
In der Ausgabe 18/2009 dieses Infoblattes habe ich über das Erzvorkommen berichtet. Die Arbeiter aus diesen Bohrtrupps waren ebenfalls Gäste im Hause Wachendorf. </p>
<p>Auch die heimische Bevölkerung nahm diese Gastwirtschaft gut an. In den 60-ziger Jahren wurden zusätzlich Viehabnahmen mit den Handelsleuten aus Nienburg, Wietzen, Schwaförden, Kuhlenkamp und Barsinghausen durchgeführt. Hier war alle 7 bzw. 14 Tage ein Treffpunkt der Viehhändler. Gut, dass neben der großen Viehwaage auch eine Gaststätte vorhanden war!<br />
Im Jahre 1963 mussten auf Grund behördlicher Auflagen zusätzliche Toiletten gebaut und der Holzfußboden in der Gaststube durch einen feuerfesten Kunststoffboden ersetzt werden.<br />
Lindenbäume, die bereits auf Bildern aus 1926 zu sehen sind, säumten ebenfalls bis Anfang der 60-ziger Jahre die Straßenfront des Gasthauses Wachendorf. </p>
<p>Bis 1969 wurden die Schützenfeste auf einem Zelt, welches auf dem Hof aufgebaut war, gefeiert. Später wurden auch diese Feste aus Kostengründen auf den Saal verlagert.<br />
Der Schützenkönig sowie das Pokalschießen konnten ab 1956 auch auf einem eigenen Kleinkaliber-Schießstand ausgeschossen werden. Später war aus Sicherheitsgründen nur noch ein Königsschießen mit Luftgewehr möglich. In den 70-ziger Jahren wurde der Schießstand aufgegeben. Die Nutzung und die erforderlichen Instandsetzungen standen in keinem angemessenen Verhältnis mehr.<br />
Auch eine Theatergruppe aus Hohenmoor hatte für mehrere  Jahre ihr Domizil in dieser Gastwirtschaft. Die Aufführungen fanden auf der Bühne bei Wachendorfs statt und stellten eine Bereicherung des Dorflebens dar.<br />
Zum Ende der 60-ziger Jahre verloren die einzelnen Gastwirtschaften an Bedeutung, weil sie nicht mehr der alleinige Treffpunkt der heimischen Bevölkerung waren. Strengere Alkoholkontrollen der Polizei ließen das Risiko „mit Fahne erwischt zu werden“ ansteigen.  Die Eheleute Gerda und Karl Wachendorf  mussten auch auf diese veränderten Bedingungen reagieren. Die Gaststätte wurde aus diesem Grunde ab 1965 nur noch im Nebenerwerb geführt. Karl Wachendorf nahm eine Tätigkeit beim Katasteramt auf. Es war der Beginn einer allgemeinen Veränderung im Dorfleben. In den folgenden Jahren mussten sich viele ehemals Selbständige eine andere bzw. zusätzliche Tätigkeit suchen. Sie fanden diese Arbeitsstätten teils in der Nähe &#8211; teils als Hafenarbeiter in Bremen. </p>
<p>Unzählige Gläser Wülfeler Bier waren in den ganzen Jahren von Gerda und Karl Wachendorf  ausgeschenkt worden, bevor 1991 die Konzession zurückgegeben wurde.  Im Jahre 1992 verkaufte Gerda Wachendorf das Anwesen. Hiernach kam in diesem Haus kein neuer Gaststättenbetrieb in Gang. Pläne bestanden zwar, eine Verwirklichung der Pläne wurde allerdings nicht vollzogen.  </p>
<p> <a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/12/servicemitarbeiter1.tif"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/12/servicemitarbeiter1.tif" alt="" title="servicemitarbeiter1" class="alignnone size-medium wp-image-97" /></a></p>
<p>auf diesem Bild von links nach rechts:<br />
Magda Koppe, Dora Wachendorf, Maria Schumacher, Gerda Wachendorf, Christa Korte sowie die Köchin des Hauses in der Gaststube</p>
<p>Nachtrag für das Internet zum Schmunzeln:</p>
<p>Gründe für Familienfeste außerhalb der eigenen vier Wände:</p>
<p>Ich hasse die Familienfeste &#8211; jeder glaubt &#8211; er sei der beste !<br />
Verwandtschaft frißt &#8211; Verwandtschaft säuft &#8211; bis alles aus den Ohren läuft !<br />
Die Wohnung schon ein Trümmerfeld &#8211; da wird schon wieder Schnaps bestellt,<br />
Ich darf&#8217;s bezahlen und servieren &#8211; hinweg mit allen Tischmanieren,<br />
die Katze geht auf Tauchstation &#8211; denn sie ist klug und kennt das schon !<br />
Nach einer Woche großem Prassen &#8211; tun sie mich endlich dann verlassen,<br />
die Wohnung hin und ruiniert &#8211; man hat gekotzt und uriniert,<br />
auf Teppich, Fliesen und auch Läufer &#8211; was sind das nur für schlimme Säufer !<br />
Verwandtschaft ist schon eine Plage &#8211; ich zähle schon die vielen Tage,<br />
wenn´s wieder heißt &#8220;Familienfest&#8221; &#8211; dann kriegt ein andrer mal die Pest.<br />
Der Vetter August, der ist dran &#8211; kein Mitleid hab ich mit dem Mann.<br />
Wie der sich hier hat aufgeführt &#8211; und meine Wohnung ruiniert,<br />
ich zahls ihm heim &#8211; dem Wüterich &#8211; denn eingeladen hat er mich.<br />
Dann teil ich aus an seine Gäste &#8211; so liebe ich Familienfeste !</p>
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		<title>Das ehemalige Gasthaus Dunker in Brebber</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 09:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[

Dunkers Gasthof in Brebber – bis ins Jahr 1961 wurde im Haus mit der Nr. 23 in Schierenhop ein Gasthof betrieben. Aber fangen wir mit der Gründung der Gaststätte an:  Es war um das Jahr 1857 als vom damaligen Besitzer Hinrich Dunker der Antrag auf Zulassung einer Schankwirtschaft gestellt wurde. Zu der Zeit existierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/05/dunkers-gasthaus_web.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/05/dunkers-gasthaus_web.jpg" alt="" title="dunkers-gasthaus_web" class="aligncenter size-medium wp-image-73" /></a></p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/05/dsc00044web.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/05/dsc00044web-300x225.jpg" alt="" title="dsc00044web" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-76" /></a></p>
<p>Dunkers Gasthof in Brebber – bis ins Jahr 1961 wurde im Haus mit der Nr. 23 in Schierenhop ein Gasthof betrieben. Aber fangen wir mit der Gründung der Gaststätte an:  Es war um das Jahr 1857 als vom damaligen Besitzer Hinrich Dunker der Antrag auf Zulassung einer Schankwirtschaft gestellt wurde. Zu der Zeit existierten in Brebber bereits die Gastwirtschaft Lüder (heute Uhlhorns Gasthof in Brebber) und eine Ausschankstelle im Hause Hägedorn in Brebber. Hier lag sicherlich  auch der Grund, warum die Konzession erst im zweiten Anlauf erteilt wurde. Bis zum Jahre 1936 wurde der Gasthof von den einzelnen Dunker-Generationen als reine Dorfkneipe betrieben.<br />
Bis kurz nach dem 1. Weltkrieg war zusätzlich zum Wirtshaus auch ein „Hökerladen“ im Haus.  In diesem dörflichen Hökerladen gab es  alles vom Stacheldraht, über Krampen, Nägel,  Kochtopf, Holzschuhe, Nahrungsmittel bis zum Zwirn. Alles konnte hier gekauft werden bzw. wurde besorgt und teilweise über Inzahlungnahme von Eiern und Butter bezahlt. Auch diente der Hökerladen ebenso wie das Wirtshaus der dörflichen Kommunikation.</p>
<p>Für ein paar Jahre hat ein Gastwirt Namens Heinrich Brandt diese Wirtschaft als Pächter betrieben. Erst mit der Heirat von Friedrich Dunker und seiner Ehefrau Frieda im Jahre 1940 wurde die Gastwirtschaft wieder von der Familie Dunker betrieben.  Obwohl Friedrich Dunker 1943 bereits im Krieg gefallen ist, hat seine Ehefrau die Gaststätte noch bis zu ihrer Krankheit im Jahre 1961 weiter betrieben. Der heute noch vorhandene kleine Anbau zur Straße hin beherbergte die Gastwirtschaft. </p>
<p>Aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg stammen die folgenden Informationen: Unter der Leitung des Lehrers Heinrich Künne, der als Zweitlehrer in Brebber unterrichtete, fanden sich nach Ende des 2. Weltkrieges sangesfreudige Männer zum Gesangverein zusammen. Das Lehrerehepaar Finke machte es zu seinen besonderen Aufgaben, die Dorfjugend stärker in die Gemeinschaft einzubinden. Bei beiden Bemühungen spielt die Gastwirtschaft Dunker eine wesentliche Rolle. Vom Lehrerehepaar Finke ist der Gedanke überliefert: „.. eine gute Gemeinschaft kann nur Bestand haben, wenn Alt und Jung sich gegenseitig ergänzen“. In diesem Sinne wurde unter Finkes Obhut bereits im Jahre 1950/1951 von einer Laienspielgruppe ein Einakter einstudiert und im Winter 1950/51  auf der Diele von Dunkers Gasthaus aufgeführt.<br />
<a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/theaterspiel-in-brebber_web.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/theaterspiel-in-brebber_web-300x208.jpg" alt="" title="theaterspiel-in-brebber_web" width="300" height="208" class="alignnone size-medium wp-image-83" /></a><br />
Eine Bühne war gebastelt worden, der Kuhstall mit Laken verhängt und Bänke für die Zuschauer aufgestellt. Fertig war der Vorführsaal. Im Folgejahr kam dort sogar noch ein Dreiakter zur Aufführung. Bedingt durch den Fortzug der Finkes stellte die Spielschar Brebber das Laienspiel nach rund 10 Jahren ein.<br />
<a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/dorfmusik-in-brebber_web.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/dorfmusik-in-brebber_web.jpg" alt="" title="dorfmusik-in-brebber_web" class="alignnone size-medium wp-image-79" /></a><br />
Nicht unerwähnt bleiben sollte die Dorfkapelle Brebber, die bei Veranstaltungen im Dorfe für musikalische Untermalung sorgte. Nach der Musik dieser Kapelle wurde oftmals getanzt  Anneliese Michaelis, Lutz Meyer,  Dorothee Meyer und Heinrich Linge  sind auf dem Bild zu sehen.</p>
<p>Auch der Schützenverein Brebber hatte lange Jahre Verbindung zur Gaststätte Dunker. Nachdem auf Antrag des Schützenvereins Brebber von der britischen Militärregierung die Wiederzulassung des Vereins in Aussicht gestellt wurde, konnte der entsprechende Antrag an den Landkreis Grafschaft Hoya gerichtet werden. Im Mai 1950 wurde der Verein wieder offiziell gegründet. Im Antrag zur Wiedergründung heißt es: „Der Schützenverein will die Dorfgemeinschaft pflegen, Volksfeste (Schützenfeste) feiern und Kinderbelustigungen durchführen. Der Schießsport soll mit erlaubten Waffen durchgeführt werden, Politik jeder Art ist ausgeschlossen“.  Bereits im Jahre 1950 wurde wieder ein Schützenkönig auf dem Schießstand ausgeschossen.<br />
<a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/bild-schiec2bbstand_web.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/bild-schiec2bbstand_web-300x215.jpg" alt="" title="bild-schiec2bbstand_web" width="300" height="215" class="alignnone size-medium wp-image-80" /></a><br />
Der Schießstand, der zur damaligen Zeit aus einer Schießscharte, dem Kugelfang und der Deckungsmauer für die Schussanzeiger bestand, war aus heutiger Sicht recht primitiv hergestellt, &#8211; gab den Schussanzeigern aber auch die Möglichkeit das Schießergebnis in ihrem Sinne zu beeinflussen. Aus Sicherheitsgründen waren die hinter dem Kugelfang liegenden Wege und das Waldgrundstück zum Ehrenbruch  gesperrt. </p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/dsc00047web.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/dsc00047web-300x225.jpg" alt="" title="dsc00047web" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-81" /></a><br />
Erst im Jahre 1957 wurde der neue Schießstand bei Dunkers rechtzeitig zum Schützenfest  fertiggestellt. Zum größten Teil in Eigenleistung der Vereinsmitglieder  war ein Neubau mit vier Schießbahnen soweit hergerichtet, dass der König ausgeschossen werden konnte. Das Schützenfest wurde dann auf einem Zelt gefeiert, welches auf Dunkers Hof aufgestellt war. Dieser Schießstand hat heute eine andere Nutzung erfahren. </p>
<p>Aber auch bereits vor der Neugründung des Vereines &#8211; nach den Sorgen und Nöten der Kriegs- und Nachkriegszeit &#8211; regte sich der Wunsch nach all den Entbehrungen und schrecklichen Erlebnissen nun auch mal miteinander fröhlich zu sein. Da jegliche Vereinstätigkeit noch untersagt war, veranstaltete die Dorfgemeinschaft Brebber ab 1947 unter der Beteiligung aller Einwohner – Einheimische, Flüchtlinge, Bauern, Pächter, alt und jung  kurz gesagt alle &#8211;  einen Sommernachtsball bei Dunkers.  Bier und Schluck gab es kaum – lediglich Dünnbier. Was blieb also anderes übrig, als selbst für „geistige Getränke“ zu sorgen. Bierbrauen ging nicht, weil kein Hopfen zur Verfügung stand und man auch die Technik nicht beherrschte – aber Schluck brennen, die Rezeptur war bekannt. So ergab es sich dann, dass auf solch einer Feierlichkeit die unterschiedlichsten Getränke verkonsumiert wurden.<br />
Es war zwar von der Militärregierung verboten – aber in vielen Ställen, Scheunen und Kellern waren nach und nach die „Kleinstschnapsfabriken“ entstanden. Zum Feste ging es dann mit ausgebeulten Hosen- und Jackentaschen, weil sich darin die Flaschen mit dem selbstgebrannten Rüben- und Zwetschgenschnaps befanden. Ganz erfinderische Mitbürger  hatten auch schon einen Eierlikör dabei.  Die Feste gingen in der Regel bis zur Polizeistunde – aber eine Überschreitung hatte keine Auswirkungen, wenn der Bürgermeister auf der Feier anwesend war, weil er mit seinem Stempel gleich die Verlängerung „absegnen“ konnte. Wer was auf sich hielt, ließ sich „vom Saal blasen“. </p>
<p>Im Jahre 1985 ist das Haus Schierenhop Nr. 23 durch Kauf auf Wolfgang und Elgin Mattstedt übergegangen. Der Vorbau der ehemaligen Gastwirtschaft  ist heute noch vorhanden. Im Rahmen der Sanierung des Wohnhauses wurde auch die Inschrift des Giebelbalkens freigelegt und wieder hervorgehoben, die da lautet:<br />
„Mit Gott will ich mein Werk beginnen! Ist Gott mit mir, gelingt es auch. Mein Dichten, Trachten, Thun und Sinnen, sei ihm geweiht. Ein jeder Hauch, ein jedes Wort in meinem Munde verkläre den hier in der Zeit, mit dem im heiligen Liebesbunde ich leben will in Ewigkeit! Gott allein die Ehre! Errichtet 9. Junius 1869“<br />
Eine Inschrift, die evtl. vor dem Hintergrund der im Jahre 1968 aufblühenden weltlichen Literatur zu sehen ist. Auf jeden Fall versetzt die Inschrift den Betrachter in Erstauen. In Erstaunen darüber, dass dieser lange Spruch auf dem Balken oberhalb der Toreinfahrt untergebracht werden konnte.<br />
Ansonsten hat sich das Anwesen durch die neue Nutzung sehr verändert.<br />
<a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/dsc00044web.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/06/dsc00044web-300x225.jpg" alt="" title="dsc00044web" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-82" /></a></p>
<p>Ein Bericht von Fredi Rajes mit Informationen von<br />
Dieter Thies, Fritz Dunker. Begebenheiten aus dem Schützenwesen wurden mit freundlicher Genehmigung teilweise der Festschrift „Chronik Schützenverein Brebber 1899 bis 1999“ entnommen. Die Bilder aus der heutigen Zeit wurden von mir mit freundlicher Genehmigung der Eheleute Mattstedt aufgenommen. </p>
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		<title>Gasthaus Ramke in Steinborn</title>
		<link>http://www.asendorf.info/press/?p=43</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 21:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[
Erläuterungen zum Bild 1
Fritz Ramkes Gasthaus (ca. Mitte 20 er Jahre)
In der Tür stehend:
Sophie Ramke, geb. Mahlstädt
Im Stuhl sitzend:
Marie Sophie Rust, verw. Mahlstädt, geb. Focke
Daneben: Fritz Ramke
Im hellen Anzug daneben: Heinrich Ramke
Ramkes Bernhardiner mit Handwagen und Milchkannen
Darauf sitzend:
Dora Beneke, später verheiratet mit Willy Hittmeyer, Schuster
Damals in Stellung bei Ramkes
Weiterhin: einige Musikanten
Die Leute auf der Kutsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild1.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild1.jpg" alt="" title="bild1" class="alignnone size-medium wp-image-44" /></a></p>
<p>Erläuterungen zum Bild 1<br />
Fritz Ramkes Gasthaus (ca. Mitte 20 er Jahre)<br />
In der Tür stehend:<br />
Sophie Ramke, geb. Mahlstädt<br />
Im Stuhl sitzend:<br />
Marie Sophie Rust, verw. Mahlstädt, geb. Focke<br />
Daneben: Fritz Ramke<br />
Im hellen Anzug daneben: Heinrich Ramke<br />
Ramkes Bernhardiner mit Handwagen und Milchkannen<br />
Darauf sitzend:<br />
Dora Beneke, später verheiratet mit Willy Hittmeyer, Schuster<br />
Damals in Stellung bei Ramkes<br />
Weiterhin: einige Musikanten<br />
Die Leute auf der Kutsche sind nicht bekannt.</p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild3.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild3.jpg" alt="" title="bild3" class="alignnone size-medium wp-image-45" /></a></p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/erlaeuterungen-zu-bild3.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/erlaeuterungen-zu-bild3.jpg" alt="" title="erlaeuterungen-zu-bild3" class="alignnone size-medium wp-image-46" /></a></p>
<p>Gasthaus Ramke, Steinborn<br />
An dieser Stelle berichteten wir bereits mehrfach über Gastwirtschaften, die aus dem heutigen Ortsbild verschwunden sind. Heute wenden wir unseren Blick nach Steinborn zur ehemaligen Gastwirtschaft Ramke in Steinborn Nr. 40 – heute Hoyaer Str. 1. Die Gaststätte Ramke wurde 1895 von Fritz Ramke eröffnet.  Er war der älteste von vier Kindern der Familie Ramke und wurde im Jahre 1861 in Windhorst Nr. 15 (heute Brackmann) geboren.  Der Besitz in Windhorst wurde 1870 verkauft und die Hofstelle in Renzelfelde –heute Stegemann-Auhage- gepachtet. Die jüngste Schwester von Fritz Ramke wurde im Jahre 1874 in Renzelfelde geboren.<br />
Im Jahre 1892 heiratete Fritz Ramke die Frau Sophie Mahlstädt. Sie war die älteste Tochter und Hoferbin im Haus Mahlstädt in Steinborn Nr. 40. Zwei Kinder gingen aus der Ehe hervor: Sohn Heinrich (geboren 1893 und gestorben 1964) und Tochter Marie (genannt Mimi geboren 1897 und gestorben 1971). Diese Tochter Mimi heiratete den Gastwirt Heinrich Uhlhorn aus Asendorf. Ihr Enkel Gerd Uhlhorn ist der jetzige Inhaber des Gasthauses Uhlhorn in Asendorf. Hoferbe Heinrich Ramke verehelichte sich 1926 mit Sophie Meyer aus Calle Nr. 16 (Haarden – oder Horn-Meyer) heute Friedrich-Wilhelm und Käthe Meyer. Drei Kinder wurden geboren, die Söhne Friedrich (geboren 1927) und Heinrich (geboren 1929; heiratete Lisa Borchers in Bünte),  Tochter Annegret(geboren 1946; heiratete Werner Menke aus Kuhlenkamp, heute Mellinghausen).<br />
Im heute noch vorhandenen Antrag an den „Kreisausschuss des Kreises Hoya zu Händen des Herrn Geheimen Regierungsrates Meyer Hochwohlgeb. Hoya“ ist als „Gehorsamstes Gesuch des Halbköthners Fritz Ramke in Steinborn – Betr. Konzession zur Gast- und Ausspannwirtschaft“ folgendes geschrieben:<br />
 „Auf den zu meiner Halbköthnerstelle Nr. 40 in Steinborn mitgehörigen Ländereien befand sich vor längeren Jahren für die Ortschaft Steinborn eine Gastwirtschaft mit Ausspann, welche von Fritz Hüneke daselbst geführt und infolge Abbrennens der Gebäude aufgegeben wurde. Mein Besitztum Nr. 40 in Steinborn bestehend aus einem geräumigen, neuen massiven Wohnhaus, etwa 70 Fuß lang, 40 Fuß breit, mit den nötigen zur Wirtschaft geeigneten Räumlichkeiten und einer großen, 40 Fuß langen neuen Scheune sowie einem neunen 34 Fuß langem Stallgebäude und einem neuen Backhause. Die Gebäude würden dem Verkehrsbedürfnis und den polizeilichen Vorschriften für den Betrieb einer Gast- und Ausspannwirtschaft in jeder Hinsicht entsprechen. Mein Gehöft und Gebäude liegt unmittelbar an günstiger Lage an der Hoya &#8211; Sulinger Landstraße. Nach dem erwähnten Brande und Eingange der dort früher vorhanden gewesenen Gastwirtschaft ist meine oben erwähnte Stelle infolge Todesfalles stets unter Vormundschaft und Interimswirtschaft gewesen und daher ist jene Gastwirtschaft eingegangen.<br />
Unmittelbar vor meinem Hause führt auch der öffentliche Weg von der Hoya &#8211; Sulinger Chaussee ab nach Brüne, Affendorf, Altenfelde, Bruchmühlen, Heiligenberg und Vilsen sowie auch verschiedene Kirchen- und sonstige Fußwege und auch die Nähe der Stegemannschen Ziegelei, sodass mein erwähntes Besitztum an einem öffentlichen Hauptverkehrspunkt gelegen ist. Auch hat die Ortschaft Steinborn mit Renzelfelde ca. 120 Seelenzahl. Unter diesen Umständen beabsichtige ich auf meiner Besitzung wieder eine Gast- und Ausspannwirtschaft zu errichten und bitte den verehrten Kreisausschuss gehorsamst die Konzession zum Betriebe solcher Gast- und Ausspannwirtschaft auf meiner Halbköthnerstelle Nr. 40 in Steinborn geneiget mir erteilen zu wollen. Über meine persönlichen Verhältnisse erlaube ich mir anliegendes Sittenzeugnis beizufügen. Auch beziehe ich mich auf das unterm 22. Februar dem königlichen Landratsamte eingereichte Zirkular, wonach fast sämtliche Gemeindemitglieder die Errichtung meiner Gastwirtschaft in Steinborn wünschen.“<br />
Nach diesem ausführlichen Antrag wurde am 14.3. 1895 dem im Jahre 1861 geborenen Fritz Ramke die Konzession zur Führung einer Gastwirtschaft vom Kreis-Ausschuss des Kreises Hoya erteilt. Bald danach dürfte auch die Eröffnung der Gaststätte erfolgt sein. Die im Antrag erwähnte Gastwirtschaft Hüneke war die frühere Hostelle Nr. 34 in Steinborn. Sie lag schräg gegenüber dem heutigen Anwesen von Friedhelm und Gerda Hemker in Steinborn.<br />
Neben dem Ausschank gab es die Möglichkeit des Ausspannens. Dieses Angebot nutzten die Fuhrleute der Umgebung. In Asendorf gab es die Sägerei, die ihre Holzlieferungen teilweise aus Hoya über die Weser antransportierte sowie die Ziegelei der Fam. Stegemann, bei der die fertigen Produkte zu der Zeit ebenfalls per Pferdefuhrwerk abtransportiert wurden.  Der Ausspann wurde sicherlich weniger, als der LKW mehr und mehr als Transportmittel genutzt wurde.<br />
Anfang der zwanziger Jahre wurde von der Familie Ramke das Haus durch Anbau des Hinterhauses verlängert und damit die Gasträume erweitert. „Fritz Ramkes Gasthof“ stand auf einer Tafel über der Eingangstür. Die äußere Ansicht des Gebäude ist heute noch größtenteils unverändert. Offizielle Öffnungszeiten gab es in dieser Gastwirtschaft nicht. Im Sommer stand man um 5.00 Uhr in der Früh auf, dann wurde die Türe aufgeschlossen. Wenn man Abends zu Bett ging, dreht man den Schlüssel wieder um. Auch Übernachtungen wurden angeboten und von Arbeitern genutzt, die hier in der näheren Umgebung verpflichtet waren. Oft waren die Männer des Kabelmesstrupps aus Bremen als Gäste hier. Sie brachten die reparaturanfälligen Telefonkabel &#8211; Leitungen in Ordnung. Der große LKW, den sie dabei hatten, passte gerade durch die große Haustür, denn bei eisigen Temperaturen im Winter  wurde der LKW auf die Diele gefahren. Weiterhin kehrten Vertreter einer Sämereien &#8211; Firma, die den näheren Umkreis bereisten, ebenso wie die Sensenschmiede aus Westfalen, die hier Aufträge annahmen, in der Gastwirtschaft ein. Außerdem ist noch der Kiepenkerl in Erinnerung, der mit Bürsten, Teppichklopfern, Koksmatten usw. handelte. Die Zimmer im 1. Stock waren einfach ausgestattet. Auf dem Flur gab es ein Waschbecken mit kaltem Wasser, Toiletten waren an der Diele. Die Räume waren ohne Heizungsmöglichkeit, eine Wärmflasche sorgte im Winter für ein warmes Bett. Schon vor dem 2. Weltkrieg gab es die Viehabnahme auf dem Hof Ramke. Die Viehaufkäufer Willy Reincke und Erdwig Plate handelten  mit Schweinen und Großvieh. Die Kunden brachten das Vieh, das bei Ramkes über die Waage geführt wurde und dann per LKW abtransportiert wurde. Aber es gab nicht nur die „normale Schankwirtschaft“. Ein paar Mal im Jahr gab es große Festlichkeiten. Das fing im Januar / Februar mit dem Schützenball an. Dieser fand wegen der winterlichen Temperaturen auf der Diele statt. Die große Haustür wurde mit Stroh und alten Laken winddicht gemacht und alle Luftlöcher verschlossen. Das Vieh an der Diele war die Heizung – natürlich wurde auch von innen eingeheizt – aber eine weitere Wärmequelle gab es nicht. Dieser winterliche Ball wurde vom Schützenverein Essen-Steinborn veranstaltet. Er fand im Wechsel mit der Lichtenberger Gastwirtschaft Strümpler –heute Holste- statt. Das nächste Fest war der Osterball, der am 2. Ostertag von der Familie Ramke veranstaltet wurde. Dieser fand in der Scheune statt, die nach dem Winter zu dieser Zeit frei war. Das letzte Stroh war gedroschen und auf dem Hausboden und das Getreide auf dem Kornboden verstaut. Die Maschinen einschließlich der großen Dreschmaschine mussten ausgeräumt werden, danach erfolgte das „spinn fegen“. Der etwas unebene Boden der Scheune wurde mit Saalplatten ausgelegt, Tische und Bänke stellte der Bierverlag leihweise zur Verfügung, alles wurde festlich geschmückt und dann konnte die Kapelle Nordhausen loslegen. Die älteren Leser werden die Musikkapelle aus Riethausen noch kennen. Das besondere daran war, dass die Kapelle aus Mitgliedern verschiedener Generationen der Familie Nordhausen bestand. Mit jeweils wechselnder Besetzung spielte diese Kapelle auf verschiedenen Festlichkeiten im Umkreis. Ein Glas Bier kostete zu der Zeit 10 Pfennig, für 1 Mark erhielt man 11 Glas Bier. Kommt daher die Redewendung von der „guten alten Zeit“ wenn man an diese Preise denkt?<br />
Jeweils Anfang Mai war Schützenfestzeit. Im Wechsel mit der Familie Strümpler wurde es von den Einwohnern gefeiert. Die Scheune wurde von den jungen Leuten im Dorfe geschmückt. Dieses waren nicht nur die Einheimischen sondern auch viele Knechte und Mägde, die hier auf den Höfen dienten. Wieder kamen die „Nordhäuser“ zum Einsatz und spielten bis zum Morgengrauen. Für einige tanzlustige lohnte sich das Schlafengehen nicht mehr. Man zog sich um und ging gleich zum Melken, denn die Milchkannen wurden pünktlich früh morgens abgeholt.<br />
Die Gastwirtschaft wurde bis zum Sommer 1956 geführt. Nach der Aufgabe der Gastwirtschaft wurden die Schankräume zu zwei Wohnstuben umgebaut. Im Herbst 1956 heiratete der Hoferbe Friedrich seine Frau Aenni Beneke aus Kuhlenkamp. Neben dem Gasthof wurde immer eine Landwirtschaft betrieben. Darauf konzentrierte man sich nach der Schließung der Gastwirtschaft. Diese Landwirtschaft ist auch heute noch das Standbein und damit der Haupterwerb von Fietze Ramke jun. </p>
<p>Erläuterungen zur Interimswirtschaft:<br />
(Setzwirtschaft), die Bewirtschaftung eines Bauerngutes während der Minderjährigkeit des Anerben durch einen hierzu bestellten Dritten (Interimswirt) auf dessen eigne Rechnung und auf eine bestimmte Zeit (Mahljahre), welche regelmäßig mit der Volljährigkeit des Anerben endigt. Ist diese Zeit abgelaufen, so hat der Interimswirt, gewöhnlich zugleich Vormund des Minderjährigen, wenn er auch kein Vermögen in das Gut einbrachte, Ansprüche auf Entschädigung für die auf die Wirtschaft verwandte Zeit und Mühe (Zusicherung einer Leibzucht, einer Abfindung für seine Kinder und selbst eines bedingten Erbrechts an dem Gut), wie er während der Mahljahre auch verpflichtet ist, das Gut in Bau und Besserung zu erhalten, die Lasten desselben zu tragen und Ersatz für den von ihm etwa verschuldeten Schaden zu leisten.</p>
<p>Erläuterungen zum Zirkular:<br />
Es ist ein Laufzettel gemeint, der immer zum jeweils nächsten Nachbarn getragen wurde. Dadurch wurde in kurzer Zeit der Inhalt eines Rundschreibens allen Haushalten bekannt gemacht. </p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild2.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild2.jpg" alt="" title="bild2" class="alignnone size-medium wp-image-47" /></a></p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/erlaeuterungen-zu-bild2.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/erlaeuterungen-zu-bild2.jpg" alt="" title="erlaeuterungen-zu-bild2" class="alignnone size-medium wp-image-48" /></a></p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild4.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/bild4.jpg" alt="" title="bild4" class="alignnone size-medium wp-image-50" /></a></p>
<p><a href="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/erlaeuterungen-zu-bild4.jpg"><img src="http://www.asendorf.info/press/wp-content/uploads/2009/02/erlaeuterungen-zu-bild4.jpg" alt="" title="erlaeuterungen-zu-bild4" class="alignnone size-medium wp-image-51" /></a><br />
Zusammengetragen und aufgeschrieben von Ingrid Ramke &#8211; in diese Fassung gebracht von Fredi Rajes</p>
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		<title>Vor 100 Jahren in Asendorf</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[ Vor 100 Jahren in Asendorf
Was mag vor über 100 Jahren in Asendorf vorgefallen sein? Belegt ist im 2. Teil der Asendorfer Schulchronik, dass „mancherlei Klagen über Rüpeleien von Radfahrern, Strolchen u.s.w.“ Veranlassung zur Einrichtung einer eigenen Gendarmeriestation für das Kirchspiel Asendorf war.
Bereits mit Napoleon kam das System der Gendarmerie als Ordnungstruppe auch nach Deutschland. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Vor 100 Jahren in Asendorf</strong><br />
Was mag vor über 100 Jahren in Asendorf vorgefallen sein? Belegt ist im 2. Teil der Asendorfer Schulchronik, dass „mancherlei Klagen über Rüpeleien von Radfahrern, Strolchen u.s.w.“ Veranlassung zur Einrichtung einer eigenen Gendarmeriestation für das Kirchspiel Asendorf war.<br />
Bereits mit Napoleon kam das System der Gendarmerie als Ordnungstruppe auch nach Deutschland. Ab 1809 wurden für den Polizeidienst, vor allem auf dem Lande, in fast allen deutschen Staaten Gendarmerien zu Pferde und zu Fuß ausgebildet, die an die Stelle der früheren &#8220;Landdragoner&#8221;, &#8220;Landreiter&#8221;, &#8220;Landjäger&#8221; oder &#8220;Polizeihusaren&#8221; traten.<br />
Die Einrichtung der preußischen Gendarmerien wurde zunächst durch das Gesetz vom 30. Juli 1812 geschaffen. Der Gendarm war zu der Zeit also ein Soldat. Er unterstand aber in Bezug auf die Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit einer Zivilbehörde.<br />
Die Gendarmerie in Deutschland als militärische Organisation für den zivilen Bereich bestand bis zum Ende des Kaiserreiches. Erst in der Weimarer Republik erhielten die deutschen Länder die &#8220;Polizeihoheit&#8221; und schufen eigene vom Militär unabhängige Polizeiformationen.<br />
Während Asendorf zuvor zur Gendarmeriestation Hoya gehörte, wurde am 1. April 1908 ein berittener Gendarm nach Asendorf versetzt, dem außer dem Kirchspiel Asendorf  auch die Gemeinde Oerdinghausen als Bezirk zugewiesen wurde. Der erste Asendorfer Gendarm war der Wachtmeister Hillmer, der davor in Nienburg stationiert war. Er bewohnte die unteren Räume der 2. Lehrerwohnung, die der Lehrer Logemann für 200 Mark an ihn vermietet hatte.<br />
Von dieser Mieteinnahme flossen 10 % gemäß Beschluss des Schulvorstandes in die Schulkasse. 50 Jahre später, während der Ära des Polizeiobermeisters Pohl zeigt sich Asendorf  aus Sicht der Polizei ganz anders. In einem Artikel der Kreiszeitung ist dort zu lesen: „Ein gutes Zeugnis stellt übrigens der Leiter der Polizeistation Asendorf seinen Mitbürgern aus. Sie sind ruhig, vernünftig und geben kaum Anlass zu Besorgnis oder zum Einschreiten“. Sein Revier, dass er mit den Polizeimeistern Kappermann und Podschies verwaltete, umfasste neben Asendorf auch die Ortschaften Brebber, Graue, Windhorst, Uepsen, Kuhlenkamp, Hohenmoor, Oerdinghausen, Scholen, Engeln, Haendorf und Essen.<br />
Bis 1954 war die Polizeistation Asendorf in Langes Haus in der Essener Str.1 untergebracht. Nach 1954 befand sich die Polizeistation im Haus Hohenmoorer Str. 8.<br />
Nachfolger des Polizeiobermeisters Pohl wurde am 1.10. 1966 unser heutiger Bürgermeister Wolfgang Heere, der zusammen mit Polizeimeister Kappermann  in Asendorf seinen Dienst versah. Im Rahmen der Polizeireform wurden zum 1.5. 1970 die kleinen Dienststellen aufgelöst. So wurde die Asendorfer Dienststelle gemeinsam mit den Dienststellen in Martfeld und Schwarme in Bruchhausen-Vilsen zusammengefasst. Ab dem Zeitpunkt versahen 6 Polizeibeamte in Bruchhausen-Vilsen den Dienst und waren für den gesamten Bereich zuständig.  Zum Zeitpunkt der Zusammenlegung aller Dienststellen waren die 6 Beamten für rd. 13.500 Einwohner zuständig. Heute sind 6 Beamte in Bruchhausen-Vilsen für rd. 18.000 Einwohner zuständig.</p>
<p>Vor rd. 100 Jahren, in den Jahren 1908 und 1909 werkten die Handwerker auch im großen Stil in der Asendorfer Kirche. Ostern 1908 begann der Maurermeister Gerke aus Bruchhausen mit den vorweg erforderlichen Abbrucharbeiten. Dann wurde die Erweiterung um zwei Querschiffe und die Apsis vorgenommen. Die seinerzeit fortschrittliche Dampfheizung wurde im Dez. 1908 von einer Hamburger Firma montiert. Im Rahmen dieser Erweiterungen und Renovierungen wurde auch der Altar ersetzt. Die  Arbeiten am Gotteshaus scheinen auch dringend erforderlich gewesen zu sein, weil die Schulchronik bereits davon berichtete, dass „seit Jahrzehnten keine Hand angelegt ward, um den Verfall des Gotteshauses aufzuhalten. An manchen Stellen war der Kalk von Wänden und Decke hernieder gefallen. Dadurch war dann das tote Einerlei der öden Kalkfläche ein wenig belebt.“<br />
Im Herbst 1908 wurde noch die Turmuhr, die bis dahin am Gemäuer zwischen den Schalllöchern gesessen hatte,  in das Dach integriert um weithin gesehen zu werden. Den Abschluss der Renovierung feierte die Kirchengemeinde im März 1909 im Rahmen eines großen Freudentages mit Beteiligung des Posaunenchores Bruchhausen. Ebenfalls anwesend an diesem  sonnigen Tage waren viele Geistliche, der Landrat, die Kirchenvorsteher und die Gemeinde.<br />
Aber auch grundlegende Entscheidungen wurden zu der Zeit getroffen: waren doch Anfang des 18. Jahrhunderts alle Sitzplätze in der Kirche verteilt worden, stand man jetzt vor der Frage, alle Sitzplätze zu Freiplätzen zu erklären. Bisher entrichteten rd. 300 Häuser einen Obolus dafür, dass sie bestimmte Plätze in der Kirche inne hatten, die auch mit ihrem Namen versehen waren. Da die Anzahl der Haushalte jedoch inzwischen auf über 600 angewachsen war, fragte man sich, wo die Neuen denn ihren Platz in der Kirche finden sollten. Während zuvor bereits in anderen Gemeinden die Kirchenvorstände die Kirchenstandsberechtigungen aufgehoben hatten, bemühte der Kirchenvorstand in Asendorf die gesamten stimmberechtigten Kirchenmitglieder zur Abstimmung. Als Ergebnis dieser Abstimmung wurde auch in Asendorf die freie Platzwahl in der Kirche eingeführt. Somit konnte jeder Gottesdienstbesucher seinen Platz in der Kirche frei wählen. </p>
<p>Ein Bericht von Fredi Rajes – vielen Dank für die zusätzlichen Informationen von unserem Bürgermeister Wolfgang Heere </p>
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		<title>&#8220;Chronik unseres Heimatortes&#8221;  ein Bericht von Fredi Rajes erschienen im Heft 13 &#8220;asendorf.info&#8221;  &#8212; hier die ungekürzte Fassung</title>
		<link>http://www.asendorf.info/press/?p=39</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 12:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[„Chronik unseres Heimatortes“ so ist der Titel, unter dem in diesem Monat ein über vierhundertseitiges  Buch in gebundener Form vom Herausgeber „Schützenverein Brebber“ erscheint. Das Spektrum reicht von der Steinzeit bis ins vorige Jahrhundert. Vorgeschichtliche Funde gewähren Einblick in die Anfänge unseres Siedlungsraumes.
Der Leser kann interessante Details über die Ortsgeschichte von Brebber, Schierenhop und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Chronik unseres Heimatortes“ so ist der Titel, unter dem in diesem Monat ein über vierhundertseitiges  Buch in gebundener Form vom Herausgeber „Schützenverein Brebber“ erscheint. Das Spektrum reicht von der Steinzeit bis ins vorige Jahrhundert. Vorgeschichtliche Funde gewähren Einblick in die Anfänge unseres Siedlungsraumes.<br />
Der Leser kann interessante Details über die Ortsgeschichte von Brebber, Schierenhop und Steimke erfahren. Die Vorarbeiten zu diesem umfangreichen Werk wurden durch die vorgeschichtlichen Aufzeichnungen  sowie die bereits vor Jahren von Dietrich Meyer begonnene Höfechronik gelegt.  Wer allerdings dabei nur eine Aufzählung der einzelnen Hofstellen des Ortes erwartet  wird angenehm überrascht sein. Selbst Kaufverträge von 1848 wie auch ein Ehevertrag von 1872 sowie viele weitere interessante Vorkommnisse sind in dieser Chronik zu finden. Manch ein alter Flurname bekommt für den Leser eine neue Bedeutung. Dem Schulwesen sind ebenfalls rund 100 Seiten gewidmet. Abschriften aus der ehemaligen Schulchronik sowie Abschriften aus alten Schulprotokollen  sind hier zu finden.<br />
Während das Thema Nationalsozialismus in Dorfchroniken häufig als Tabuthema behandelt wird, hat es das Redaktionsteam m.E. ausgezeichnet verstanden an dieser Stelle auf ca. dreißig Seiten Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen.  Wenn diese Zeit an Hand von Materialien aus staatlichen Archiven aufgearbeitet werden soll, spielt das Archivrecht eine wichtige Rolle. Noch heute sind nicht alle Akten aus der Zeit des Nationalsozialismus in den staatlichen Archiven frei zugänglich, weil das Persönlichkeitsrecht über das Informationsrecht gestellt wird. So gibt es z. B. in Niedersachsen erst seit 1993 ein Archivgesetz. Danach dürfen personenbezogene Daten erst zehn Jahre nach dem Tod der Person, oder, wenn das Datum nicht leicht feststellbar ist, 100 Jahre nach der Geburt zugänglich gemacht werden. Dieser geschichtliche Teil des Ortes wird in der jetzt vorliegenden Chronik unter der Rubrik „Auswanderungen – Gefallene – Historische Bilder – Erinnerungen“ behandelt.<br />
Die letzten Seiten des Buches geben Ausschnitte aus dem Lagerbuch der Bauernschaft Brebber wieder. Interessante Protokolle der Gemeindeversammlungen, ein Schreiben bezüglich der unentgeltlichen Unterbringung eines armen Mädchens zum Zwecke der Niederkunft sowie Stilblüten zum Schmunzeln und alte Rezepturen und alte Hausmittel aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind zu finden.<br />
Das Redaktionsteam zum dem Dietrich Meyer, Dieter Thies, Lutz Meyer, Dietrich Fiddelke und als Layoutfachmann Bernd Holthus gehören, hat im Vorwort bereits dargelegt, dass schon bei der Planung der „Chronik des Schützenvereins Brebber&#8221; klar wurde , dass die Fülle der Themen die Herausgabe einer &#8220;Ortschronik&#8221; der ehemaligen Gemeinde Brebber erforderlich machen würde. Diese Chronik erscheint nunmehr nach fast zehnjähriger Sammlung und Sichtung eines in Archiven nicht unbeträchtlich vorgefundenen Aktenmaterials, sowie zeitweiliger Überlassung von Aufzeichnungen, Familienakten, Urkunden und Fotos.<br />
„Mit diesem Buch möchten wir unseren Lebensraum darstellen, das Wirken und Werken unserer Vorfahren schildern und die gute&#8221; alte Zeit in Erinnerung halten.<br />
Die geschichtsträchtigen Streifzüge sollen bleibende Eindrücke vermitteln, Kenntnisse auffrischen und vor allem, Vergnügen bereiten. Wenn wir ab und zu dabei feststellen, dass uns die Beschäftigung mit der Vergangenheit, die eigene Gegenwart ein wenig näher bringt, dann hat dieses Werk gewiss seinen Sinn erfüllt“ &#8211; so die Aussagen des Redaktionsteams.<br />
Dorfchroniken wie auch diese Chronik für Brebber, Schierenhop und Steimke bzw. genauer gesagt der Entstehungsprozess solcher Aufzeichnungen stellt nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung dar, sondern ohne den Anspruch zu erheben, wissenschaftliche Werke<br />
zu sein, sind sie doch für Gegenwart und Zukunft eine ganz wesentliche Quelle für die<br />
Historie des Ortes. Aber auch für andere interessierte Leser haben diese Arbeiten großen Wert und sie sind oft eine wahre Fundgrube, wenn man sich mit Spezialfragen, etwa dem<br />
Feuerwehrwesen, der früheren Landwirtschaft oder ähnlichem befassen will.<br />
Natürlich gab es auch damals und gibt es sicherlich heute einige Bürger, die die Bedeutung solcher Nachschlagewerke für eine lebendige Dorfgemeinschaft nicht erkennen. Aber<br />
wer einmal selbst erlebt hat mit welchem Enthusiasmus und großem persönlichen Einsatz Mitmenschen in unserer Gemeinde für die Entstehung von Dorfchroniken arbeiten &#8211; oder wer sogar selbst vom „Spurensuchvirus“ infiziert wurde &#8211;  wird den Wert dieser Beschäftigung für die Dorfgemeinschaft erkennen. Ich kann nur diese Empfehlung aussprechen: Sichern sie sich sofort nach dem Erscheinen des Buches ihr Exemplar!</p>
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		<title>Alte Gaststätten &#8211; Strümplers Gasthaus ein Bericht von Fredi Rajes</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 18:13:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fredi Rajes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>

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		<description><![CDATA[„Strümplers Gasthaus“ &#8211; So stand der Schriftzug auf einer Wandplatte über dem Eingang des Hauses. Die Rede ist hier vom Haus- Nr. 10 in Essen, Ortsteil Lichtenberg. Die heutige Anschrift  dieses Hauses ist Asendorf, Hoyaer Str. 8 – und wer zu dieser Anschrift fährt, erreicht heute dort die Familie Holste. „Strümplers Gasthaus“ stand in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">„Strümplers Gasthaus“ &#8211; So stand der Schriftzug auf einer Wandplatte über dem Eingang des Hauses. Die Rede ist hier vom Haus- Nr. 10 in Essen, Ortsteil Lichtenberg. Die heutige Anschrift  dieses Hauses ist Asendorf, Hoyaer Str. 8 – und wer zu dieser Anschrift fährt, erreicht heute dort die Familie Holste. „Strümplers Gasthaus“ stand in der Zeit vor Holstes für eine von mehreren  Gastwirtschaften im damaligen Ort Essen-Steinborn. 1925 hatte der Ort Essen 150 Einwohner; im Jahre 1939 waren es 166 gemeldete Einwohner.</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Times">Im Vergleichsjahr 1925 wurden in Asendorf  758 Einwohner gezählt und 1939 waren es 1.170 Einwohner. Interessant ist noch, dass im Jahre 1885 ganze 444 Einwohner in Asendorf  registriert waren. Hermann und Sophie Strümpler geb. Nordhausen sind sicherlich noch einigen Einwohnern Asendorfs bekannt; führten sie doch diese Gastwirtschaft von 1927 bis zum Jahre 1964. </span></p>
<p class="MsoNormal">Das Ehepaar Strümpler feierte am 31. Juli 1958  im Alter von 72 bzw. 68 Jahren die Goldene Hochzeit.  Bevor sie die Gastwirtschaft einschließlich der dazugehörenden Landwirtschaft auf dem Lichtenberg übernommen hatten, war Hermann Strümpler in der Boymannschen Ziegelei in Bruchmühlen  und danach als Verwalter für die Ländereien des damaligen Landrates des Kreises Hoya beschäftigt. Aus einem alten Bericht der Kreiszeitung vom Juli 1958 anlässlich der Goldenen Hochzeit des Paares ist überliefert, dass die Eheleute freundlich und humorvoll waren und dadurch auch sehr gute Wirtsleute abgaben.  <span style="font-family: Times">Im Jahre 1981 starb Hermann Strümpler im gesegneten Alter von 95 Jahren in Homfeld-Heiligenberg, seine Ehefrau war bereits ein paar Jahre zuvor verstorben.</span></p>
<p class="MsoNormal">Schon vor der Generation Strümpler war in den Räumlichkeiten dieses Hauses eine Wirtsstube. Auf einer alten Karte prangt der Schriftzug „Gruß vom Lichtenberg – Gasthaus zur Linde – Fridrich Ahlers“. Das Bild mit den stattlichen Reitern vor der Gastwirtschaft wurde vermutlich um 1920 aufgenommen. In den Unterlagen des Archivs ist ausdrücklich vermerkt, dass auch die Wirtin Marie Ahlers auf diesem Bild abgelichtet ist.  Die im rechten Teil des Bildes vorhandene, kunstvoll geschnittene Buche war lange Jahre – vermutlich bis in die 70-iger Jahre – der Blickfang vor dem Haus. Im Sommer spendeten der Baum und die zusätzlich vorhandenen Büsche angenehmen Schatten.</p>
<p class="MsoNormal">Aber bereits vor der Generation Ahlers existierte dieses Haus. Der Name Focke ist überliefert.</p>
<p class="MsoNormal">Als Eigentümer des Hauses tauchen in der zeitlichen Reihenfolge die Namen Focke,  Ahlers, Fridrich Meyer, dann durch Erbfolge Alma Steffen, geb. Meyer, Erdwig und Henni Holste und bis zum heutigen Tage Christa Holste auf.</p>
<p class="MsoNormal">Bei meinen Recherchen habe ich die Frage gestellt: Was lief denn in der Gastwirtschaft so ab? Welches Publikum verkehrte dort und welche Feste wurden gefeiert?</p>
<p class="MsoNormal">Auf all diese und andere Fragen erhielt ich Auskunft von Christa Holste als heutige Eigentümerin  sowie von Reinhard Schröder aus Engeln-Scholen und sehr ausführlich von Hans Eggers aus Asendorf – beide Enkel des Gastwirts-Ehepaares Strümpler.</p>
<p class="MsoNormal">Die Antwort auf die erste Frage machte mich stutzig: Es wurde dort viel „Tee“ getrunken – Gegenfrage: viel „Tee“? – Antwort: Ja viel „Schlich-tee“ – nicht gekühlt aus der Truhe – nein Zimmertemperatur vom „Tee-Bord“. Dabei passierte es schon mal, dass eine Tour nach Asendorf zum Kohle holen  einen ganzen Tag dauerte. Dadurch beantwortete sich auch bereits die zweite Frage. Das Publikum kannte man und man kannte sich &#8211; alle kamen aus dem Ort. Die Landstraße von Asendorf nach Hoya, die im Jahre 1884 mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde Essen in Höhe von 1000,&#8211; Mark ausgebaut wurde, hatte sicherlich keinen großen Einfluss darauf, dass zusätzliches Publikum die Wirtschaft aufsuchte.</p>
<p class="MsoNormal">So und welche Feste wurden gefeiert? Derzeit belegen kann ich nur die Schützen- und Erntefeste, die zeitweise im Wechsel mit dem Gasthaus Ramke in Steinborn auf dem Zelt gefeiert wurden.  Das Zelt stand regelmäßig  vor dem Giebel des Gasthauses Strümpler. Als Musiker war die Kapelle Nordhausen aktiv. Für die Kapelle war es sozusagen ein „Heimspiel“; war doch die Gastwirtsfrau eine geborene Nordhausen. Gäste, die diesen Festen beigewohnt haben, berichten noch heute, dass es die schönsten Schützenfeste waren. Es war immer „gewaltig was los“. Im Jahre 1964 kauften die Eltern der heutigen Eigentümerin das Anwesen von Alma Steffen, geb. Meyer und richteten bis 1974 noch diese Schützen- und Erntefeste aus.  Bis dahin kam auch noch der alte Schießstand hinter dem Haus zum Einsatz. Heutigen Anforderungen könnte er nicht mehr genügen und ist auch nicht mehr vorhanden.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Christa Holste, Reinhard Schröder und Hans Eggers.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
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