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Bürger-Energiegenossenschaft - DorfGemeinschaftEnergie eG

DorfGemeinschaftEnergie eG – die Bürger-Energiegenossenschaft in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen mit der die Energiewende in unserer Region durch die Umsetzung eigener und Beteiligung an gemeinschaftlichen Projekten - wie z.B. Solaranlagen oder Nahwärmenetzen - aktiv mitgestaltet und mitbestimmt werden soll. Denn so können wir für finanzielle und soziale Teilhabe sorgen sowie die Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Umwelt vor Ort bestmöglich berücksichtigen. Es geht auch darum, die Wertschöpfung durch Einbindung von ansässigen Betrieben vor Ort zu halten.

Weitere Infos zur DorfGemeinschaftEnergie eG sind hier nachzulesen.

 

Als Ergänzung zum Artikel über den Klimaschutz auf Seite 7 der Ausgabe 74 unserer Dorfzeitung finden Sie hier das Interview mit Tobias Seidel, wohnhaft in Asendorf-Hardenbostel, Mitglied im Aufsichtsrat der DorfGemeinschaftEnergie eG:

Tobias Seidel, was möchtest du den Menschen sagen, warum es Zeit ist, in Sachen Klimaschutz tätig zu werden?

Klimaschutz ist für mich sehr vielfältig und ebenso vielfältig sind auch die Gründe für Klimaschutz, die Herausforderungen zum Aufhalten und zum Anpassen an den Klimaschutz sowie deren Lösungsmöglichkeiten. Nehmen wir die letzten Wochen: Ich habe von niemanden gehört, dass er oder sie durch die starken Niederschläge keine Probleme mit Wasser im Keller hatte – das ist eine Ausprägung des Klimawandels: vermehrte Wetterextreme, die sich nicht ausschließlich in Hitzewellen ausprägen. Aber auch die Hitzewellen sind eine Herausforderung. Besonders in der Stadt, in der die Temperaturen durch die Versiegelung der Flächen und deren Oberfläche noch mal höher sind. Aber auch bei uns auf dem Land, vor allem für die Landwirte im Anbau von unseren Lebensmitteln.

 

Wie möchtest du uns davon überzeugen, durch eine Mitgliedschaft bei der DorfGemeinschaftEnergie eG etwas gegen den Klimawandel zu tun?

Viele kennen bereits die Lösungen, wie sie ganz konkret den Klimaschutz unterstützen können und handeln häufig schon danach. Ein großer Aspekt des Klimaschutzes ist die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Und es ist offensichtlich, dass die Erzeugung von „grüner Energie“ hier bei uns auf dem Land stattfinden wird – ein Windkraftrad in den Bremer Wallanlagen oder eine Freiflächen-PV auf dem Osterdeich ist undenkbar.

Doch wo, wie und in welchem Umfang Projekte in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und umzu realisiert werden, betrifft vor allem uns, die wir hier leben. Denn die Energiewende läuft schon – in der Regel ohne den Einbezug von uns Bürgern als auch ohne den Einbezug weiterer Maßnahmen von Klima- und Naturschutz. So ist es eines unserer obersten Leitbilder, dass wir diese Aspekte bestmöglich berücksichtigen. Wir stecken beispielsweise in den Vorüberlegungen einer großen Freiflächen Photovoltaikanlage. Dass solche in unserer Samtgemeinde gebaut werden, steht dabei außer Frage. Aber es geht um das wie: Überlassen wir den Bau und Betrieb großen Energieversorgern und Investoren, wird diese einfach auf Freiflächen gebaut – meist ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Umwelt vor Ort.

Wir streben Überlegungen an, wie man diese mit einbinden kann, beispielsweise durch eine entsprechende Begrünung, die zum einen der Natur zugute kommt, aber auch das Landschaftsbild erhält. Des Weiteren stelle ich einfach mal die Frage, was wir davon haben, wenn die eben genannten Investoren solche Anlagen bauen? Es bleiben ein paar Pachtgebühren und der Landkreis kommt der Bundesforderung nach, einen entsprechenden Bruchteil der Flächen für erneuerbare Energien zur Verfügung zu stellen. Die ganze Wertschöpfung findet nicht mehr hier statt und Gewinne fließen aus der Region ab. Unser Ansatz ist es, wenn möglich mit regionalen Firmen bei der Projektierung zusammenzuarbeiten und durch den Betrieb der Anlagen die Wertschöpfung auf vielen Ebenen hier zu halten: Sei es durch die verschiedenen Steuern, die hier in Landkreis und Gemeinde verbleiben, aber auch durch die Einbindung von uns als Anwohner durch finanzielle Teilhabe: Die Beteiligung an der Genossenschaft soll sich natürlich auch finanziell lohnen und ist dabei alles andere als ein undurchsichtiges Finanzprodukt: Der Aufsichtsrat und Vorstand ist den Genossinnen und Genossen gegenüber zu Transparenz verpflichtet, welche laufend durch den Genossenschaftsverband geprüft wird. Jede / jeder kann also nachvollziehen, wie die gekauften Genossenschaftsanteile verwendet werden.

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